SELBSTLIEBE – MEHR MUT ZUM ICH!

 

ABHÄNGING VON DER MEINUNG ANDERER – SELBSTZWEIFEL

In meiner Schulzeit wurde ich von den anderen Kindern oft mies behandelt (ja, man nennt es Mobbing). Es gab Kloppe, gemeine Sprüche und ignorante Lehrer/innen. Ich gehörte nie zu den “coolen” Kids der Klasse, immer nur zur Randgruppe, wenn überhaupt. Akzeptiert fühlte ich mich nie. Das war hart für mich und ich überlege heute noch, was an mir wohl falsch war. Aus dieser Zeit nahm ich eine große Unsicherheit mit: nicht gut genug zu sein, nicht schön genug, nicht cool genug. Und diese Unsicherheit besteht bis heute.

Meldet sich die Mama nicht, weil sie mich eigentlich nicht leiden kann? Sind die neuen Bekannten mir gegenüber reserviert oder ist das ihr Naturell? Wollen sie mich nicht dabeihaben? Sind meine Meinungen falsch? Rede ich zu viel? Bin ich schick genug? Erwachsen genug? Gebildet genug? Kann ich mit den anderen mithalten?

Warum hat XY mehr Follower auf Instagram oder Facebook? Mögen mich die Leute nicht? Sollte ich lieber lassen, was ich mache, weil es eh keiner lesen/sehen will? In Diskussionen auf Twitter oder Facebook steige ich oft nicht ein, weil ich immer Angst habe, mich unbeliebt zu machen (im echten Leben ist das anders, da bin ich sehr ehrlich und direkt).

Diese Fragen machen mich irre und lassen mich schlechte Laune bekommen! Mein Wohlbefinden ist abhängig davon, wie die anderen mich finden (könnten). Meine Gedanken schweifen viel darum und immer wieder komme ich an den Punkt, nicht gut genug zu sein.

SELBSTWERT

Mein Selbstwert ist also eher gering und abhäng von anderen. Ich denke, das kommt von den schlechten Erfahrungen in meiner Jugend. Oft komme ich von Treffen mit anderen mit einem schlechten Gefühl nach Hause. Sicher mögen die mich nicht. Ich bin anders als die anderen, nicht mainstream genug. Ich rede zu viel, denke zu wenig über meine Worte nach, bin zu impulsiv. Warum bin ich denn nicht ein bisschen zurückhaltender?

 

Im Großen und Ganzen finde ich mich aber schon okay.

 

Mit meinem Aussehen habe ich keine großen Probleme mehr. Ich bin mittlerweile zufriedener mit meinem Körper, auch wenn ich immer wieder Anfälle von “Wie seh ich denn aus?” habe. Mein Bauch ist nicht mehr straff und mein Gesicht ist schief, ich habe chronische Augenringe, schiefe Füße. Dafür mag ich meine Haare, meine Beine, meine Augen und meine Finger.

 

Mental ist es, wie oben beschrieben, schon schwieriger. Ginge es nicht nach anderen Menschen und meinem schlechten Gefühl diesbezüglich, fände ich mich vielleicht ganz gut. Es gibt Eigenschaften an mir, die ich nicht mag und die ich gerne loslassen will. Andere widerum mag ich sehr.

 

Selbstliebe ist das, glaube ich, nicht.

 

AUF DEM WEG ZUR SELBSTLIEBE – AUF DEM WEG ZUM ICH

Ich bin auf dem Weg, meine Selbstzweifel und das “Abhängig sein von anderer Leute Meinung” mehr und mehr über Board zu schmeißen. Denn eigentlich geht es in meinem Leben ja nicht um die anderen und was die von mir denken. Es geht auch nicht darum, zu sein wie die anderen. Es geht darum, Ich zu sein und ob ICH mit mir leben kann! Und ja: ich kann mit mir leben! Ich will mich frei machen vom (eventuellen) Urteil anderer und daraus resultierender Selbstzweifel.

 

Ich rede, wie ich rede, habe meine eigene Meinung und die sage ich auch. Bin immer ehrlich und emotional. Ich schreibe, wie ich eben schreibe. Ich sehe aus, wie ich aussehe. Egal, ob da ein oder fünf Kilo zu viel sind, mein Po nicht straff ist oder die Augenringe heute wieder etwas dunkler sind. Ich  bin nicht falsch. Ich bin ich und ich bin gut.

 

Das ist nicht  leicht, das lässt sich im Alltag manchmal suchen. Aber ich bin auf dem Weg zu immer mehr Gelassenheit in dieser Beziehung (vor allem durch die Arbeit mit meinem Coach) und dadurch zu mehr Selbstliebe. Es tut gut, das loszulassen und mich Stück für Stück mehr anzunehmen!

 

UND DU?

Wie ist das bei dir? Liebst du dich? Denkst du darüber nach? Wie geht es dir mit dir? Ich freue mich über deinen Kommentar!